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Gräfinthaler Weg

Thematic Trail • Saarland
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Tourismus Zentrale Saarland GmbH
  • Gartenanlage Bliesbrück-Reinheim
    / Gartenanlage Bliesbrück-Reinheim
    Photo: Wolfgang Henn
  • Torhaus zum Kulturpark
    / Torhaus zum Kulturpark
    Photo: Frank Polotzek, Tourismus Zentrale Saarland GmbH
  • Keltenfest
    / Keltenfest
    Photo: Wolfgang Henn
  • /
    Photo: Saarpfalz-Touristik
  • /
    Photo: Frank Polotzek, Tourismus Zentrale Saarland GmbH
  • S21 kath. Kirche St. Martin, Mandelbachtal-Habkirchen
    / S21 kath. Kirche St. Martin, Mandelbachtal-Habkirchen
    Photo: Frank Polotzek, Tourismus Zentrale Saarland GmbH
Map / Gräfinthaler Weg
0 150 300 450 600 m km 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20

Deutsch-französisches Wandererlebnis in die Geschichte der Region.

difficult
21.5 km
5:48 h
393 m
369 m

Deutsch-französisches Wandererlebnis durch den Muschelkalk mit tollen Fernblicken und überraschenden Einblicken in die Geschichte der Region.Der kleine Weiler Gräfinthal lädt in zweierlei Hinsicht zur Einkehr ein. Das Benediktinerkloster zur geistigen Einkehr und die Ausflugslokale mit schönen Biergärten zur leiblichen Einkehr.

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Der beliebte Wallfahrtsort Gräfinthal zählt zu den religiös und kulturhistorisch bedeutenden Stätten des Saarlandes. Gräfinthal ist eine monastische Gründung des 13. Jahrhunderts. Mönche einer benediktinischen Ordensgemeinschaft aus der Toskana, die Eremiten von Malvalle, kamen damals in die Einöde des Letschenbachtales, wo Gräfin Elisabeth von Blieskastel ein Kloster errichtet hatte. Sie hüteten dort den kostbaren Schatz der „Madonna mit den Pfeilen“, eine Pietà, der ein Blutwunder nachgesagt wurde, und die von weither Pilger anzog. Der Konvent der Mönche blühte auf.

Über viele Jahrhunderte hin besteht Gräfinthal im Wechsel von Blüte und Niedergang. Noch im 18. Jahrhundert ist das Kloster ein bedeutender Wallfahrtsort auf dem Territorium des Herzogs von Lothringen. Nach den Verwüstungen des dreißigjährigen Krieges begann mit der barocken Bauperiode eine Blütezeit für Gräfinthal. Bevölkerung und Adel gewährten Unterstützung. Vor allem der polnische Exil-König Stanislas Leszczynski im nahen Zweibrücker Exil erwies sich als Wohltäter. Er übereignete dem Konvent den goldenen Reichsapfel des Königreiches Polen, als Weihegabe an die Gottesmutter Maria, die in Gräfinthal verehrt wird. Seine jüngste Tochter wird Königin von Frankreich, Anna dagegen, die ältere, stirbt mit 18 Jahren und wird 1717 in der kaum vollendeten Prioratskirche bestattet. Noch einmal, im ausgehenden Barock, erfährt Gräfinthal eine kraftvolle religiöse und kulturelle Erneuerung.

Der Gräfinthaler Konvent hatte bis 1785 Bestand, wurde dann aber aufgelöst, in ein weltliches Chorherrenstift umgewandelt und nach Blieskastel verlegt. Das leerstehende Kloster, aus dem 1793 die noch verbliebenen Ausstattungsstücke versteigert wurden, war in der Folge zunehmendem Verfall ausgesetzt.

1809 errichtet der Bürgermeister von Saargemünd, Jean Baptiste Mathieu, eine Kapelle im Ruinenbezirk für die vielen Wallfahrer, die weiterhin privat nach Gräfinthal kommen. Mathieu wird nach seinem Tode 1842 in Gräfinthal bestattet. Mehrmals im 19. und 20. Jahrhundert wird an Wiederaufbau gedacht. Nachdem sich 1993 in Gräfinthal Benediktinermönche aus der niederländischen Abteil Vaals angesiedelt haben, ist das klösterliche Leben wieder nach Gräfinthal zurückgekehrt. Derzeit bemüht man sich seitens des Priorates um den Neubau der Klostergebäude auf historischem Grund.

Die Naturbühne Gräfinthal

Seit 1932 besteht in der Nähe von Gräfinthal am oberen Letschenbach ein Freilichttheater, das in jedem Sommer bespielt wird und jährlich über 20.000 Besucher anlockt. Die Naturbühne Gräfinthal des Kulturvereins Bliesmengen-Bolchen hat 1.500 Sitzplätze.

outdooractive.com User
Author
Frank Polotzek
Updated: 2019-01-15

Difficulty
difficult
Stamina
Experience
Landscape
Altitude
365 m
200 m
Highest point
Priorspitze (365 m)
Lowest point
Frauenberg (200 m)
Best time of year
Jan
Feb
Mar
Apr
May
Jun
Jul
Aug
Sep
Oct
Nov
Dec

Safety information

Startpunkt der Wanderung ist der Parkplatz Gräfinthal. Von hier führt der Weg durch den kleinen Weiler mit Wallfahrtskapelle, Benediktinerkloster (1), Taubenhaus  und zwei schönen Ausflugslokalen. Entlang der Klostermauer führt der Weg vorbei an der  Freilichtbühne Gräfinthal bergan vom Letschenbach zum Mandelbach. Über schattigen Waldweg geht es bergan, die Landstraße zwischen Gräfinthal und Ormesheim wird überquert und weiter bergan erreichen wir hinter dem Buchholz-Wald das Brudermannsfeld (2). Der Brudermann, ein Eremit, hatte sich hier eine Klause gebaut. Räuber fielen über seine Hütte her und beschossen mit Pfeilen das Andachtsbild Mariens mit dem toten Jesus. Daraufhin soll Blut aus dem verletzten Holz der Pieta geflossen sein. Die Pieta befindet sich heute in der Heilig-Kreuz-Kapelle in Blieskastel. Ein Kreuz aus dem Jahr 1695 erinnert an die Legende dieses Blutwunders.

Der Weg führt bergab nach Bebelsheim. Unten im Tal erreicht man Bebelsheim mit der Kirche St. Margaretha (3), eine sogenannte Rundturmkirche, deren Turm bis zu 1,25 m dick ist. Wir überqueren die Hauptstraße nach links, und wieder führt der Weg rechts bergan auf einem geteerten Feldwirtschaftsweg. Vorbei am Grenzlandhof und der Jungholzhütte erreichen wir die Anhöhe, die uns später bergab nach Reinheim bringt. Die Kirche St. Markus (4) im Ort, ebenfalls eine Rundturmkirche, mit Schnitzwerken des bekannten lothringischen Künstlers Jean Martersteck, sollte man sich unbedingt ansehen. Von hier führt der Wanderweg über die Bliesbrücke mit heiligem Nepumuk in der Brückenmitte, direkt dahinter halten wir uns scharf rechts zum Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim (5), einem grenzüberschreitenden Archäologiepark. Der Wanderweg führt direkt durch den Kulturpark. Ein besonderes Highlight ist das Grab der Kelten-Fürstin von Reinheim. Die zahlreichen Funde, wie Goldgeschmiede, Bernsteinschmuck und Bronzegeräte, zeugen von feinstem Kunsthandwerk einer hochentwickelten Kultur. Der Weg führt weiter vorbei an den Überresten einer ehemaligen römischen Villa mit riesigem Hofareal und zahlreichen Nebengebäuden, von denen einige rekonstruiert wurden. Eher unauffällig, aber ebenso interessant ist das kleine rekonstruierte Keltendorf. Fast unbemerkt passiert man anschließend die Grenze nach Frankreich, wandert zwischen ehemaligen Kiesweihern hindurch und passiert eine ehemaligen römischen Kleinstadt mit Handwerkerviertel und imposant überdachter Thermenanlage. Vielleicht haben wir Glück und es findet eine der zahlreichen Veranstaltungen zum Thema Römer und Kelten statt (siehe unter Feste & Feiern).

Die Strecke führt weiter durch den kleinen französischen Ort Bliesbrück, wo wir in der Ortsmitte nach rechts über die Bliesbrücke wandern und dann entlang der Blies. In der Bliesaue wird wieder die Grenze passiert und wir erreichen Habkirchen. Vom ehrwürdigen Alter des Ortes zeugen die Pfarrkirche, die Annakapelle (6) mit der Statue des heiligen Leonhard sowie ein Stationskreuz auf dem Weg zum Kloster Gräfinthal. Erneut geht es über die Grenze nach Lothringen, linkerhand befindet sich im ehemaligen Zollhäuschen das Zollmuseum (7), das 300 Jahre Zollgeschichte präsentiert. Wir überqueren die Freundschaftsbrücke und gelangen nach Frauenberg. Der Wanderweg schlängelt sich durch Frauenberg hindurch und führt über die Straße zurück nach Deutschland über die Blies. Gleich hinter der Bliesbrücke führt der Weg parallel zur Landstraße einige hundert Meter bis zum Höllengässchen, dem wir bergauf an ehemaligen Weinbergen vorbei nach Bliesmengen-Bolchen folgen. Es geht ein kleines Stück durch den Ort, hinter einem Anstieg nach links auf einem schönen Feldweg und anschließend ein kurzes Stück an der Straße entlang zurück nach Gräfinthal.

Tips, hints and links

Einkehrmöglichkeiten:

Gräfinthaler Hof

Gräfinthal 6  

66399 Mandelbachtal

06804/91100

 

Klosterschenke

Gräfinthal 3

66399 Mandelbachtal

06804 99466-0

www.klosterschenke-graefinthal.org

 

Jungholzhütte

Reinheimer Straße

66399 Mandelbachtal

0176 40034086

www.jungholzhuette.de

 

Tourismus Zentrale Saarland

Tel.: 0681 - 9 27 20 - 0

www.urlaub.saarland

Start

Parkplatz Gräfinthal, Im Bliesweg (240 m)
Coordinates:
Geographic
49.159997, 7.120959
UTM
32U 363006 5446941

Public transport

Mit dem Zug nach St. Ingbert oder Kleinbittersdorf. Weiter mit dem Bus bis Bliesmengen-Bolchen Schule und dann Bliesmengen-Bolchen Gräfinthal.

Getting there

A8 bis Ausfahrt 30 Einöd, weiter auf der B423 in Richtung Blieskastel. Hinter Assweiler rechts auf die Landstraße abbiegen und weiter auf den Landstraßen nach Gräfinthal.

GPS Koordinaten: 49 09´33.86´´N 7 07´10.39´´ O

Parking

Parkplatz Gräfinthal, Im Bliesweg
Arrival by train, car, foot or bike

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Difficulty
difficult
Distance
21.5 km
Duration
5:48 h
Ascent
393 m
Descent
369 m
Loop Scenic Cultural/historical value Geological highlights

Statistics

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